Konzertreise Oktober 2017

Der UniversitätsChor in Italien

Konzert in der Chiesa di Santa Maria dei Servi in Padua

In seinem Programm „Cori spezzati – Chormusik aus Venedig“ erfüllte der UniChor im Sommersemester 2016 die große Aula der Ludwig-Maximilians-Universität mit Klängen venezianischer Mehrchörigkeit. Eine Konzertreise nach Italien führte den Chor an den Entstehungsort der Werke. Im Oktober 2016 sang der Münchner UniChor in Padua und war im Markusdom in Venedig zu hören.

MÜNCHEN, Oktober 2017 — Venedig spielt eine herausragende Rolle in der europäischen Kulturgeschichte. Im 16. Jahrhundert gilt die Stadt der Brücken und Kanäle als Zentrum der Musik. Um Prachtbauten wie etwa den Markusdom sängerisch erstrahlen zu lassen, entstand eine neue Gattung mehrchöriger Werke. Die sogenannten cori spezzati schufen stimmgewaltig neue Klangfarben in der Renaissancemusik. Kapellmeister und Organisten des Markusdoms stehen deshalb auch im Mittelpunkt des gleichnamigen Konzertprogramms „Cori spezzati“ des Münchner UniChors.

Nach den Konzerten in München im vergangenen Juli war die anstehende Reise nach Italien ein Projekt, auf das sich Chorleiterin Anna Verena Egger besonders freute: „Allein die Vorstellung, dort zu singen, wo die Werke vor mehreren hundert Jahren einmal entstanden sind, ist einfach großartig“, so Egger.

Etwa 130 Sängerinnen und Sänger widmeten sich unter Leitung von Anna Verena Egger den Werken von Adrian Willaert, Giovanni Gabrieli oder Alessandro Striggio. Wobei Letzterer beim Begriff der Mehrchörigkeit aus den Vollen schöpft: Seine Motette „Ecce beatam lucem“ ist für nicht weniger als 40 Stimmen komponiert.
Auf seiner Konzertreise Ende Oktober machte der UniChor Station in Padua und Venedig und war unter anderem im Markusdom zu hören.

Weitere Informationen zum Konzertprogramm „Cori spezzati – Chormusik aus Venedig“ finden Sie hier.

 



Filmmusik Tournee März 2017

UniversitätsChor auf Tour mit Ennio Morricone

Im März 2017 stellte sich der UniversitätsChor München seinem zahlenmäßig bisher größten Publikum: Die Sängerinnen und Sänger waren als Chor für Ennio Morricones Tournee „60 Years of Music“ engagiert worden. Unter der Leitung des weltbekannten Filmmusikkomponisten bestritt der UniChor Konzerte in der Münchner Olympiahalle, der SAP-Arena Mannheim und im Hallenstadion Zürich.

MÜNCHEN, März 2017 — Ennio Morricone ist seit mittlerweile 60 Jahren im Filmgeschäft tätig. Aus diesem Anlass startete der italienische Komponist und Dirigent im Januar 2016 seine große Welttournee „60 Years of Music“. Seither stehen regelmäßig über 200 Musikerinnen und Musiker sowie Sängerinnen und Sänger mit ihm auf der Bühne. Für die Konzerte in Zürich, München und Mannheim hat sich der Münchner UniversitätsChor unter der Leitung von Anna Verena Egger erfolgreich bewerben können. Auch wenn Filmmusik nicht zu seinem Kerngeschäft zählt, kann der UniChor bereits einiges an Erfahrung in diesem Genre vorweisen: In den vergangenen Jahren traten sie gemeinsam mit den Münchner Symphonikern regelmäßig mit Howard Shores Kompositionen zur „Herr der Ringe“-Trilogie auf — live to projection.

Ennio Morricone hat über 500 Filmmusiken für Kino und Fernsehen sowie über 100 unabhängige musikalische Werke geschrieben. Vor Kurzem kehrte der italienische Komponist und Dirigent mit dem Soundtrack zu Quentin Tarantinos „The Hateful 8“ wieder zum Western zurück, dem Genre, mit dem er durch die Musik zu „Spiel mir das Lied vom Tod“ vor mehr als 45 Jahren Berühmtheit erlangt hatte. Für seinen Soundtrack zu „The Hateful 8“ ist Ennio Morricone mit Auszeichnungen überhäuft worden, darunter der Oscar, der Golden Globe, der BAFTA Award und der New York Film Critics Circle Award.

 

 

Standing Ovations in der Schweiz

Das Hallenstadion in Zürich war rappelvoll, 200 Musiker und Sänger standen mit Ennio Morricone auf der Bühne, zum Schluss gab es Standing Ovations. Beim „Heimspiel“ für die 100 Sängerinnen und Sänger des Unichors in der Münchner Olympiahalle trat der Chor vor dem zahlenmäßig größten Publikum in der über 60-jährigen Chor-Geschichte auf. Oscarpreisträger Morricone dirigierte das Heer an Sängern und Musikern auch mit 88 Jahren noch voller Leidenschaft durch die Klassiker seiner Schaffenszeit – mit zum letzten Mal live. Und der Münchner UniversitätsChor war dabei.

 

Der Unichor bei seiner Tournee-Station in Zürich.

Hier finden Sie weitere Informationen zu Ennio Morricone.

 



Konzertreise Mai 2016

Der UniChor in St. Petersburg

Von goldenen Kuppeln und russischer Gastfreundschaft

MÜNCHEN, Mai 2016 — Singen verbindet. Unter diesem Motto heißt der UniversitätsChor München regelmäßig Chöre aus aller Welt in der bayerischen Landeshauptstadt willkommen. Zuletzt war im Mai 2015 der Chor der Polytechnischen Hochschule Sankt Petersburg zu Gast. Mit im Gepäck: eine Einladung zum Gegenbesuch in die russische Metropole. Dank der finanziellen Unterstützung durch zahlreiche Spenden konnte der Münchner UniversitätsChor vom 13. bis 17. Mai 2016 zur Konzertreise nach Sankt Petersburg aufbrechen.

Neben einem spannenden kulturellen Programms und dem Besuch der wichtigsten Sehenswürdigkeiten,  standen für die beiden Chöre auch zwei Konzerte in der russischen Millionenmetropole auf dem Plan. Einen ganzen Tag lang nahmen sich die Sängerinnen und Sänger beider Chöre deshalb Zeit, sich musikalisch besser kennen zu lernen. Unter deutscher Leitung durch Anna Verena Egger ist ein interkulturelles Medley einstudiert worden, wobei „Der Mond ist aufgegangen“ nach und nach in das bekannte russische Volkslied „Kalinka“ übergeht. Der Sankt Petersburger Chorleiter Igor Solovyev ermunterte die Sängerinnen und Sänger für Rachmaninoffs „Bogorodiste Devo“ einen ganz neuen Klang zu finden.

 

Die evangelische Petrikirche, in der das erste der beiden gemeinsamen Konzerte statt fand, gehört wohl zu den skurrilsten Bühnen, auf denen der UniversitätsChor München bislang aufgetreten ist. Anfang des 19. Jahrhunderts im Stil einer klassizistischen Basilika erbaut, war das Kirchenschiff während des kommunistischen Regimes nicht nur als Lager- sondern sogar als Schwimmhalle zweckentfremdet worden.
Den krönenden Abschluss der Reise bildete das zweite Konzert, das im „Weißen Saal“ der polytechnischen Hochschule stattfand. Zurück auf einer normalen Bühne hielt das Konzert dennoch ein Novum für die Gäste aus München: Zum ersten Mal in der Geschichte des UniversitätsChors wurde ein Konzert live in einem eigens eingerichteten Internet-Stream übertragen.

Konzert im „Weißen Saal“ der polytechnischen Hochschule St. Petersburg

Neben der überwältigenden Gastfreundschaft in Sankt Petersburg sind die Sängerinnen und Sänger vor allem für die großzügigen Spenden von Freunden und Förderern des Chores dankbar. Darüber hinaus wurde die Konzertreise unterstützt vom Goethe-Institut, vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD), dem Bayerischen Musikrat sowie der Münchner Universitätsgesellschaft.

Hier finden Sie einen Bericht über die Konzertreise im Jahresbericht der Universitätsgesellschaft.